Raubtiere (Carnivora) sind Säugetiere, die entweder zu den Hundeartigen (wie Hunden, Mardern, Bären und Kleinbären) oder zu den Katzenartigen (wie Katzen, Schleichkatzen, Hyänen und Mangusten) gehören. Gekennzeichnet sind sie vor allem durch ihr spezialisiertes Gebiss mit kräftigen Eckzähnen und den sogenannten Reißzähnen zum Zerschneiden von Fleisch. Zudem verfügen sie über leistungsfähige Sinne und exzellente Jagdstrategien. Obwohl viele Arten an eine überwiegend fleischliche Ernährung angepasst sind, finden sich unter den Raubtieren auch ausgesprochene Allesfresser wie viele Bärenarten und sogar nahezu reine Pflanzenfresser wie der Große Panda.
…sich Hundeartige und Katzenartige am Aufbau ihres Mittelohrs unterscheiden? Bei Katzenartigen ist die knöcherne Gehörkapsel durch eine Scheidewand deutlich in zwei Kammern unterteilt. Hundeartigen fehlt diese charakteristische Zweiteilung, ein unscheinbares Merkmal, das Zoologen aber bei der Unterscheidung der beiden großen Raubtiergruppen hilft.
…auch die Krallen einen typischen Unterschied zwischen Hunde- und Katzenartigen zeigen? Bei den meisten Katzenartigen können die Krallen ganz oder teilweise eingezogen werden und bleiben dadurch besonders scharf. Hundeartige besitzen dagegen überwiegend nicht einziehbare Krallen, die beim Laufen den Boden berühren und sich dabei stärker abnutzen. Allerdings gibt es Ausnahmen, daher verraten die Krallen allein nicht immer eindeutig, zu welcher Gruppe ein Raubtier gehört.