Reptilien sind eine vielfältige Gruppe von Wirbeltieren, die sich unter anderem durch ihre trockene, mit Hornschuppen oder -platten bedeckte Haut auszeichnen. Als wechselwarme Tiere müssen sie Sonne und Schatten zur Wärmeregulation nutzen. Die meisten Reptilien legen Eier, deren schützende Hülle eine Fortpflanzung unabhängig von Wasser ermöglicht. Heute sind weltweit mehr als 12.000 Arten bekannt, darunter Schildkröten, Krokodile, Echsen, Schlangen und Brückenechsen.
…bei vielen Reptilien (wie Schildkröten, Krokodilen und einigen Echsenarten) nicht die Genetik über das Geschlecht entscheidet, sondern die Temperatur während der Bebrütung im Ei?
Dieses faszinierende Phänomen nennt sich temperaturabhängige Geschlechtsbestimmung. Bei vielen Schildkröten schlüpfen aus wärmeren Nestern vorwiegend Weibchen, während in kühleren Nestern mehr Männchen entstehen. Durch den Klimawandel und steigende Bodentemperaturen geraten solche Populationen heute mancherorts stark unter Druck, da das natürliche Geschlechterverhältnis aus dem Gleichgewicht geraten kann.