Tierpatenfeier Leopardin ‚Odilia‘

Am Karfreitag, 19. April 2019 brachte die China-Leopardin „Namira“ ein Pärchen zur Welt. Das Männchen erhielt am 13. Oktober den Namen „Amadou“. Erfreulicherweise bekam nun auch seine Schwester einen Namensgeber.

 

Die Namensgebung für die weibliche Leopardin übernahm die Firma Hinterholzer aus Aschbach-Markt. Am Samstag, 23. November 2019 fand die offizielle Namensgebungsfeier bei schönem Wetter statt. Firmenchef Baumeister Ing. Christoph Hinterholzer kam in Begleitung seiner Familie und seiner Mutter, Landtagsabgeordnete Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer, und dem Neffen.

Der auserwählte Name für die Leopardin ist von einer Heiligen abgeleitet mit einem besonderen Firmenbezug, zu der es eine Geschichte zu erzählen gibt.

Vor wenigen Jahren erwarb die Firma Hinterholzer am Fuße des Kollmitzberg in der Marktgemeinde Gemeinde Ardagger einen Steinbruch. Kollmitzberg ist eine Katastralgemeinde von Ardagger in der sich eine besondere Wallfahrtskirche befindet. Diese ist der Heiligen Ottilia, der Schutzpatronin des Augenlichtes, geweiht.

 

Ottilia kommt von Odilia. Odilia war eine Tochter des Herzogs Eticho von Elsaß. Herzog Eticho ließ um 690 das Kloster Hohenberg (heute Mont Sainte-Odile) errichten und Odilie wurde Äbtissin des neuen Klosters.

Die Legende berichtet, dass ihr Vater seine blind geborene Tochter Odilia töten lassen wollte, die Mutter Berswinde sie aber retten konnte und durch eine Amme in das Kloster Palma (das heutige Baume-les-Dames am Doubs) bringen ließ. Dort wurde Odilia das Augenlicht geschenkt, als der durch einen Engel zu ihr gewiesene Wanderbischof Erhard von Regensburg sie im Alter von zwölf Jahren besuchte. Ihr jüngerer Bruder ließ sie nach Jahren wieder nach Hause holen. Der unzugänglich zornige Vater schlug seinen Sohn so, dass der tot niederstürzte; Odilia erweckte ihn wieder zum Leben und musste nun abermals vor dem Vater fliehen. Der Vater verfolgte seine Tochter. Da tat sich nahe der heutigen Kapelle St. Ottilien bei Freiburg im Breisgau ein Felsspalt auf, in dem sie sich verstecken konnte. Herabstürzende Steine verwundeten den Vater schwer.

Nach Jahren besuchte Odilia den inzwischen schwerkranken Vater, der sich mit ihr versöhnen wollte; sie erhielt von ihm den Platz auf dem Mont Sainte-Odile, wo sie ihr Frauenkloster gründete und dessen erste Äbtissin wurde. Dort pflegte sie auch ihre Eltern bis zu deren Tod.
Die Überlieferung berichtet auch, wie die sterbende Odilia ihre Schwestern zum Gebet in die Kirche des Klosters sandte. Als sie zurückkamen, fanden sie Odilia tot. Von ihren inständigen Gebeten ins Leben zurückgerufen, erklärte Odilia: Warum beunruhigt ihr euch? Lucia war bei mir und ich sah und hörte, was man mit Augen nicht sehen, mit Ohren nicht hören, sondern nur mit dem Herzen wahrnehmen kann. Dann ergriff sie selbst den Kelch, nahm die Kommunion und starb. Dieser Kelch wurde noch 1546 auf dem Odilienberg gezeigt. Lange Zeit gab man den Pilgern aus ihm zu trinken. (Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon)

 

Bei der Namensgebungsfeier ermöglichte Tierpflegerin Elke dem Namensgeber und seiner Familie die Fütterung der Leoparden aus allernächster Nähe miterleben zu können. Die Gäste waren schwer beeindruckt.

Bürgermeister und Geschäftsführer Lukas Michlmayr und Tierpark-Stadtrat Hans Kogler übernahmen die ehrenvolle Aufgabe dem Firmenchef, Ing. Christoph Hinterholzer die Namensgebungsurkunde, lautend auf „Odilia“, und die Patenschaftsurkunde zu überreichen.

Christoph Hinterholzers Neffe, der 8-jährige Lukas, übernahm die Aufgabe den Inhalt der Namensgebungstafel, die am Tierareal angebracht wird, den Gästen vorzutragen.
Nach der Veröffentlichung dieser Tafel am Zaun der Leoparden ließen die Gäste und die Vertreter des Tierparks die Leopardin „Odilia“ hochleben.

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