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Namensgebung Kamerunschaf Lana

Namensgebungsfeier für ein Kamerunschaf – Johannas besonderer Herbstzauber

Johanna ist ein Mädchen mit großem Herzen. Vor allem für Tiere schlagt es schneller – besonders für jene, die im Haager Tierpark leben. Schon seit mehreren Jahren besuchte sie mit ihrer Familie regelmäßig den Park, bestaunte die verschiedenen Tierarten und blieb immer etwas länger bei den Schafen stehen.

Als sie im Mai ihren 10. Geburtstag feierte, wurde ihr Wunsch immer klarer: Sie wollte einem Tier im Tierpark ihren eigenen, ganz besonderen Namen schenken. Nicht irgendeinem Tier, sondern einem Schaf. Und so formulierte sie ihren innigen Geburtstagswunsch: eine Tierpatenschaft samt Namensgebung für ein Schaf im Haager Tierpark.
Zu ihrer großen Freude erfüllte ihre Familie ihr diesen Wunsch. Doch obwohl das Geschenk bereits feststand, begann die aufregende Reise erst jetzt – denn die eigentliche Namensgebungsfeier sollte erst im Herbst stattfinden. Für Johanna war das perfekt. Sie hatte nun Monate Zeit, sich zu überlegen, welche Schafrasse sie wählen wollte und welcher Name einmal auf einer Namensgebungstafel im Tierpark stehen würde.
Der Herbst kam näher – und mit ihm die Spannung.
Die warmen Sommermonate vergingen, und langsam färbte sich das Laub in goldene und rötliche Töne. Johanna dachte oft an ihren besonderen Tag. Sie las in Büchern über Schafe und blieb an jeder Weide mit Schafen stehen, an der sie vorüberkam. Als die Familie Urlaub am Bauernhof machte, verbrachte Johanna viel Zeit bei den dort lebenden Kamerunschafen. Diese Tiere faszinierten sie besonders – ihr kurzes´, weiches Haarkleid, die lebhaften Augen, die markante Musterung im Gesicht, ihre Zutraulichkeit.
Als der Termin für die Feier näher rückte, zeigte sich der Herbst jedoch bereits von seiner strengen Seite. Noch vor dem kalendarischen Wintereinbruch schickte er erste eisige Grüße. Ein feiner, früher Schnee legte sich wie Puderzucker auf die Landschaft. Die Nächte waren frostig und die Tage knapp über dem Gefrierpunkt.

 

Der große Tag fand am Sonntag, 23. November 2025 statt. Wie an den Tagen zuvor zeigt sich auch dieser besondere Tag im Winterkleid. Warme Kleidung war angesagt.
Am Morgen der Feier war Johanna früh wach. Sie konnte kaum etwas frühstücken, so sehr kribbelte es in ihrem Bauch. Heute war ihr Tag – und der Tag des noch namenlosen Schafes.
Es dauerte nicht lange, bis sich die ganze Familie versammelt hatte. Dick eingepackt in Winterjacken und Schals machten sich Johanna, ihre Eltern und ihr Bruder Mika auf den Weg zum Tierpark Stadt Haag. Auch die Großeltern, ein Onkel und eine befreundete Familie hatten die Einladung freudig angenommen.

Als sie am Tierpark ankamen, dampfte der Atem aller Anwesenden in der kalten Luft. Trotzdem strahlten ihre Gesichter vor Vorfreude. Vor dem Eingang wurden die ersten Fotos gemacht – mit roten Nasen, aber glücklichen Augen.
Herbert Stoschek, Mitarbeiter des Tierparks, begrüßte die Gruppe herzlich und erzählte ihnen einige Geschichten über die Entstehung des Tierparks, besondere Tiermomente, Herausforderungen und Erfolge der letzten Jahre. Doch die Kälte ließ niemanden lange stillstehen, und so setzte sich die Gruppe in Bewegung – auf direktem Weg zu Johannas Patentier.
Einige Familienmitglieder und Freunde waren schon länger nicht mehr hier gewesen und staunten über die vielen Veränderungen.
Der Weg führte vorbei an Pavianen, Erdmännchen, Gänse, Enten, Schottische Hochlandrinder und Yaks. Doch Johannas Aufmerksamkeit galt einzig den Kamerunschafen.
Im Vorfeld hatte die zoologische Leitung für sie ein weibliches Tier ausgewählt. Bei den Kamerunschafen angekommen erhielt Johanna einige Bilder ihres Patentieres und eine wichtige Information: die Ohrmarke Nummer 41.
Mit diesem Wissen und den Fotos in der Hand begann die Suche. Die Tiere waren zutraulich und drängten sich neugierig am Zaun zusammen. Ihre Gäste unterstützten sie mit großem Eifer bei bei der Suche nach dem Patentier.
Es dauerte nicht lange und ein Freudenschrei löste das Rätsel
„Da! Ich hab sie!“, rief Johanna.
Und tatsächlich: Ein dunkles, zierliches Kamerunschaf, aufmerksam und neugierig mit der Ohrmarke 41.
Johanna war sofort verzaubert.
Ein Moment, der das Herz wärmt.
Tierpfleger René Haberl, der bei der Feier unterstützend mitwirkte, öffnete die Tür ins Areal der Kamerunschafe und lud Johanna ein, gemeinsam mit ihm das Gehege zu betreten. Ihr Herz klopfte so fest, dass sie es fast hören konnte. Vorsichtig ging sie hinein – und plötzlich war sie mittendrin, umgeben von neugierigen Schafen.
Der frostige Wind blieb draußen. Hier, zwischen den warmen Körpern der Tiere, fühlte es sich überraschend gemütlich an.
Die Schafe näherten sich langsam, aber bestimmt. So nach wurden sie mutiger und kamen Johanna mit dem vorbereiteten Futter näher. Getreide und Karotten hatte Johanna im Angebot. Auch ihr Patentier ließ nicht lange auf sich warten und zeigte sich von der charmantesten Seite.
Sie blickte Johanna direkt an, als würde sie wissen: Du bist meinetwegen hier.
Behutsam streichelte Johanna ihr Fell. Zu ihrer Überraschung war es nicht nur kurz, sondern unglaublich weich. Man merkte Johanna die riesengroße Freude an, als sie vorsichtig über den Kopf ihres Patentieres streichelte.
Mit Renés Hilfe verteilte sie das Futter. Immer wieder versuchte sie, etwas mehr in Richtung ihres Patentiers zu streuen. Die Familie verfolgte das Geschehen von außerhalb des Zaunes und rief ihr fröhlich gut gemeinte Hinweise zu.
Dieser Moment, inmitten der Schafherde, wird ihr noch lange in Erinnerung bleiben.
Nach diesen Erlebnissen bei den Tieren kam der nächste Teil der Feier, die Bekanntgabe des Tiernamens.
Der Name ihres Patentieres blieb noch geheim. Außer den Eltern und dem Bruder wusste noch niemand welchen Namen Johanna gewählt hat.
Schon Wochen vorher hatte Johanna überlegt, welchen Namen sie ihrem Patentier geben könnte. Sie wollte etwas Besonderes. Etwas, das zu dem Tier passte. Etwas, das ihre Verbindung ausdrückte.
Sie erinnerte sich an die weiche Wolle, die sie bei Schafen so faszinierte. Und so begann sie in anderen Sprachen zu suchen. Als sie herausfand, dass sowohl im Spanischen als auch im Italienischen das Wort für Wolle „Lana“ lautet, war es um sie geschehen.
Der Name war perfekt.
Doch sie sagte niemandem etwas. Nur den Eltern und ihrem Bruder Mika. Es sollte eine Überraschung an diesem Tag werden.
Als alle wieder vor dem Gehege versammelt standen, baten die Tierparkmitarbeiter Johanna, den Namen nun offiziell zu verkünden. Alle Augen waren auf sie gerichtet.
Mit klopfendem Herzen trat sie vor, holte tief Luft und sagte klar und stolz:
„Mein Kamerunschaf soll Lana heißen.“
Ein Lächeln huschte über die Gesichter der Gäste. Die Familie applaudierte, die Großeltern strahlten, und auch den Tierparkmitarbeitern gefiel dieser Name.
Der Name passte – zu dem Tier und zu diesem besonderen Tag.
Tierpfleger Renè Haberl überreichte Johanna Scherrer aus Garsten ihre Namensgebungs- und Patenschaftsurkunde, die sie mit großer Sorgfalt entgegennahm. Stolz präsentierte sie die erhaltenen Urkunden. Danach übernahm sie selbst die Aufgabe den Inhalt der Namensgebungstafel vorzulesen und die kleine Tafel mit dem Namen „Lana“ vor dem Gehege zu befestigen.
Es war fast so als ob das Kamerunschaf alles verstanden hätte, denn sie blieb in unmittelbarer Nähe ihrer Tafel stehen, so als ob sie Johanna dankte.
Johanna und ihre Gäste hatten eine große Freude. Schnell wurden die Gläser gefüllt und alle ließen Lana hochleben.
Sicherlich ein Tag der für immer bleibt.
Der schöne und kalte Vorwintertag hatte ihnen rote Wangen beschert, aber auch warme Herzen. Vor allem Johanna strahlte – sie hatte nicht nur ein Patentier bekommen, sondern auch einen unvergesslichen Moment erlebt.

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