Bianca wollte ihrem Mann Franz zu seinem 40. Geburtstag ein besonderes Geschenk machen. Bei einem Besuch im Tierpark fiel ihr auf, dass dort Tierpatenschaften und Namensgebungen angeboten werden. Da bei den Alpensteinböcken noch namenlose Weibchen lebten, entschied sie sich, Franz die Patenschaft für eines dieser Tiere zu schenken. Franz freute sich sehr über dieses Geschenk.
Zur Namensgebungsfeier am Sonntag, den 21. September 2025, wurden Franz und Bianca von Familie, Arbeitskollegen und Freunden begleitet. Das Wetter war sonnig und hochsommerlich warm.
Nach dem herzlichen Empfang posierten die Gäste für Gruppenaufnahmen vor dem Eingang und vor der Haag-Tafel im Eingangsbereich des Tierparks. Auf dieser Tafel sind einigen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu sehen. Ein idealer Platz für ein Gemeinschaftsfoto. Auf der Tafel ist auch eine Dame zu erkennen, die mit ausgestrecktem Finger auf jemanden zeigt. Dies übernahmen auch viele Gruppenteilnehmer, um die Hauptperson dieses Tages, den Namensgeber eines Tieres, in den Mittelpunkt zu rücken.
Herbert Stoschek, Mitarbeiter des Tierparks, berichtete über die Geschichte und Entwicklung des Tierparks sowie über markante Ereignisse in den letzten 52 Jahre. Franz ergänzte Informationen zu seiner eigenen Familiengeschichte: Seine Vorfahren trugen einst den Namen „Steinbock“, der später zu „Steinböck“ geändert wurde.
Am felsigen Areal der Alpensteinböcke empfing Tierpfleger René Haberl die Gäste. Franz erhielt Fotos des ausgewählten Patentieres, um es leichter identifizieren zu können. Die Herde bestand aus mehreren Böcken, Geißen und Jungtieren. Franz’ Patentier gehört zu den Steingeißen, die etwa ein Jahr alt vom Zoo Helsinki in den Tierpark Stadt Haag übersiedelt wurde und seit 2013 dort lebt.
Die Tiere zu unterscheiden, war nicht einfach. Franz verglich die Merkmale der Tiere mit dem Foto, insbesondere Fellmuster und Hornverformungen. Zwar konnte das Tier noch nicht eindeutig identifiziert werden, doch Tierpfleger René ermöglichte Franz den Zutritt in das Gehege, damit er die Tiere füttern und ihnen näher kommen konnte. Mit einem Kübel voller Korn und Karotten näherte sich Franz vorsichtig den Tieren. Die Tiere hielten zunächst Abstand, näherten sich jedoch nach einer Weile.
Franz beobachtet aufmerksam das Verhalten und auch Treiben der Tiere. Er sucht nach Merkmalen, um sein Patentier zu erkennen. Nach einer Weile fasst eine offenbar hungrige Steingeiß den Entschluss näher zu treten. Die genaue Betrachtung des Fells ergibt eine kleine Ernüchterung. Dieses Weibchen ist auch nicht das gesuchte Patentier. Franz‘ Blicke gleiten von Tier zu Tier und siehe da, ein auf einem Felsen liegende Geiß hat Zeichen auf dem Körper, die dem Tier auf dem Foto ähnlich sind. Schließlich konnte Franz anhand der Merkmale das richtige Patentier erkennen und alle freuten sich!
Anschließend wurde offiziell der Name des Tieres bekannt gegeben. Franz Steinböck aus Leonding erläuterte seine Kriterien für die Namenswahl und entschied sich, das Alpensteinbock-Weibchen „Puppi“ zu nennen, denn so bezeichnet er auch seine Ehefrau Bianca, die ihm dieses tierische Geschenk bereitet hat. Ein Kosename, der ihn bei der Namensentscheidung nicht mehr locker ließ. Die Tierparkmitarbeiter dankten Franz und Bianca für ihre Unterstützung. Tierpfleger René überreichte Franz die Namensgebungsurkunde sowie die künstlerisch gestaltete Patenschaftsurkunde 2025.
Das Ehepaar präsentierte die Urkunden stolz den anwesenden Gästen und es hatte sichtlich Freude dabei. Franz trug den vorbereiteten Text für die Namensgebungstafel vor und montierte die Tafeln am Gehege des Patentieres. Gemeinsam mit Bianca und den Gästen feierten sie die Patenschaft der Steingeiß „Puppi“ und ließen selbige mit ein paar Gläsern hochleben.