Marderartige Raubtiere

Marderartige (Mustelidae)

Marderartige und Stinktiere sind eng miteinander verwandt und bilden gemeinsam die größte Gruppe der Raubtiere.
Die Körperform der Marderartigen ist ideal zum Bewegen in engen Räumen und Bauen, aber wegen ihrer Körperform verbrauchen sie sehr viel Energie. Darum haben sie einen hohen Futterbedarf. Sie sind aktive Jäger und hervorragende Kletterer. Sie töten aber mehr Tiere als sie fressen können. Marderartige leben als Einzelgänger.

Edel- oder Baummarder (Martes martes)

Marder © Tierpark Haag by www.inter-color.at
  • Lebensraum: Wald, vorwiegend Laub- und Mischwald
  • Lebensweise: Baumbewohner

Der Baummarder ist ein Allesfresser. Sein Pelz war früher begehrter als der des Steinmarders, daher kommt auch die Bezeichnung "Edelmarder. Er ist ein hervorragender Kletterer und kann bis zu 4 Meter weit springen. Im Vergleich zum Steinmarder ist der Edelmarder sehr menschenscheu.

Unterscheidungsmerkmale zum Steinmarder:

  • Kehlfleck ist hellgelb bis gelb (beim Steinmarder weiß)
  • Fell prächtig rotbraun (Steinmarder neutrales braun)
  • Schnauze dunkler gefärbt als das Fell (Steinmarder etwas heller)
  • Figur schlanker und hochbeiniger als der Steinmarder.

Stein- oder Hausmarder (Martes foina)

Marder © Tierpark Haag
  • Lebensweise: dämmerungs- und nachtaktiv, Einzelgänger
  • Lebensraum: Waldränder, Steinbrüche, felsige Gebiete, Park und Gärten
  • Verbreitung: Mittel- und Südeurasien
  • Nahrung: Säugetiere bis Junghasengröße, Vögel, Eier, Reptilien, Amphibien, Insekten, Obst, Beeren, Nüsse
  • Fell: Schokoladenbraun, Unterfell weiß, oft zweigeteilter Latz.

Marder sind mittelgroße Raubtiere mit einem keilförmigen Gesicht und abgerundeten Ohren. Der buschige Schwanz dient als Balancierhilfe. Mit ihren großen behaarten Pfoten und den einziehbaren Krallen sind sie geschickte Kletterer und springen mühelos von Ast zu Ast.
Marder dulden keine Artgenossen in ihrem Revier.

Der Steinmarder gilt als nicht bedroht.