Bären

Großbären (Ursidae)

Zur Familie der Großbären gehören die heute noch lebenden Landraubtiere – Braunbär und Eisbär.
Die meisten Bären sind Allesfresser und leben hauptsächlich von Beeren, Nüssen, Fischen, Insekten und Pflanzenteilen.
Bären haben einen schafren Geruchssinn, können Farben sehen und haben ein sehr gutes Gedächtnis.
Die Bären verlassen sich bei ihrer Nahrungsbeschaffung mehr auf ihre Kraft, als auf ihre Schnelligkeit. Damit ihr Hinterbeine das Gewicht besser tragen können, berührt die ganze Fußsohle den Boden. Daher können sich die Bären auch aufrichten.
Erstaunlicher Weise können Bären unterschiedlicher Art und Gattung miteinander fruchtbare Nachkommen zeugen – was aber in freier Wildbahn nie geschieht.
Der mächtige Körperbau ermöglicht das Töten großer Tiere und dient zum Speichern großer Fettreserven.

Braunbär (Ursus arctos)

  • Braunbär © Tierpark Stadt Haag by www.inter-
  • color.at
  • Braunbär © Tierpark Stadt Haag by www.inter-color.at
  • Nahrung: Gräser, Kräuter, Früchte Beeren, Wurzeln, Knollen, Nüsse, Samen Insekten, Honig, Fische, Vögel, Nagetiere, Huftiere und Aas
  • Verbreitung: Europa, Nordafrika, Nord- und Mittelasien, Nordamerika
  • Lebensraum: baumarme und baumlose arktische und alpine Tundren, Nadelwälder und Mischwaldzonen
  • Lebensweise: Einzelgänger, nur die Muttertiere werden von ihren Jungen begleitet

Der Braunbär ist auf drei Kontinenten heimisch und ist so die verbreitetste Art.
Bären halten einen Winterschlaf. Dabei verlangsamen sie den Herzschlag und die Atemfrequenz und senken ihre Körpertemperatur ab um Energie zu sparen Bären sind die einzigen Säugetiere, die ein halbes Jahr lang überleben, ohne zu fressen, zu trinken oder Kot und Harn auszuscheiden. Die nötige Energie wird aus den Fettreserven geliefert. In Zoos gehaltene Bären halten keinen lange dauernden Winterschlaf, da sie da ständigen Nahrungsangebot nutzen.

1993 wurden im Tierpark Haag Braunbären – Fünflingen geboren. Dieser einzigartige 5-lings Wurf einer Bärin in Gefangenschaft wurde sogar ins Guinnes Buch der Rekorde eingetragen. Im Jahr 2004 wurde einer der fünf Bären von einem Besucher angeschossen und verendete qualvoll.

Kleinbären (Procyoninae)

Kleinbären sind ebenfalls Sohlengänger. Sie sind mittelgroße, lang gestreckte Säugetiere mit langen Schwänzen und auffälliger Fellzeichnung. Kleinbären gehören zur Ordnung der Fleischfresser, verzehren aber nicht sehr viel Fleisch. Einzig der Nasenbär setzt seine lange und biegsame Schnauze zum Suchen nach Insekten ideal ein.

Nasenbär (Nasua sp.)

  • Nasenbär © Tierpark Stadt Haag by www.inter-color.at
  • Nasenbär © Tierpark Stadt Haag by www.inter-color.at
  • Lebensweise: tagaktiv, gesellig;
    • Männchen sind Einzelgänger
    • Weibchen leben in Gruppen
  • Lebensraum: Tieflandregenwälder, Galeriewälder, Halbwüsten
  • Verbreitung: Mittel- und Südamerika
  • Nahrung: Wirbellosen, Eidechsen, Frösche, kleine Nagetiere, Eier, Früchte

Die Beziehung der Weibchen untereinander ist fast so hoch entwickelt wie unter Primaten: Sie putzen sich gegenseitig, säugen die Jungen anderer Weibchen und vertreiben gemeinsam Fressfeinde.

Das charakteristische Merkmal ist die bewegliche Schnauze, die über das Ende des Unterkiefers ragt. Nasenbären sind Allesfresser. Den meisten Nasenbärarten droht keine Gefahr des Aussterbens.

Nordamerikanischer Waschbär (Procyon lotor)

Waschbär © Tierpark Stadt Haag
  • Lebensweise: dämmerungs- und nachtaktiv
  • Lebensraum: Wälder, Auen, Sümpfe, Wüstenschluchten, Baumhöhlen, Wurzelstöcke, Dachböden und Keller
  • Verbreitung: Nord-, Mittel- und Südamerika
  • Nahrung: Gliederfüßer, Kriechtiere, Lurche, Wirbellose, Kleinsäuger, Eier, nestjunge Vögel, Fische, Beeren, Früchte
  • Aussehen: Fuchsgesicht mit schwarzer Maske, stämmiger Körperbau, braun – schwarz geringelter Schwanz, Fell meist grau, auch heller und rötlicher, Schwanz braun und schwarz geringelt, schwarze Augen, kurze und leicht spitze Ohrmuscheln

Waschbären sind sehr anpassungsfähig und lernten in der Umgebung von Menschen zu überleben. Sie plündern Mülltonnen und Felder und können auch in Gebäude eindringen.
Waschbären können sehr gut klettern. Am aktivsten sind sie zwischen Sonnenuntergang und Mitternacht.

Sein lateinischer Name 'lotor' (waschen) wurde ihm wegen seiner geschickten Vorderpfoten gegeben, weil er seine Beute reibt und in Wasser eintaucht, was aber kein echtes Waschen ist. Sie zeigen dieses Verhalten auch, wenn kein Wasser in der Nähe ist.