Wels

Wels (Silurus glanis)

  • Name: Wels oder Waller
  • Verhalten: Nachtaktiver Raubfisch und Einzelgänger, spürt seine Beute im trüben Wasser am Boden mit den Barteln auf (Bodenfisch). Jungwelse leben in Gruppen.
  • Aussehen:
    langgestreckter Körper,
    Großes Maul mit breitem flachen Kopf;
    Barteln – Tastorgan (2 lange Bartfäden am Oberkiefer und 4 kurze am Unterkiefer);
    Afterflosse reicht bis zur Schwanzflosse;
    Rückenflosse sehr klein und weit vorne angesetzt;
    keine Fettflosse;
    Körper ist walzenförmig und schuppenlos;
    dunkle, blauschwarz oder dunkelolivgrüne Färbung, Flanken und Bauchseite hell.
  • Besonderheiten:
    Größe: bis zu 2 Meter lang
    Gewicht: bis 130 kg schwer
    Alter: bis 80 Jahre
    Größte Fischart der heimischen Gewässer.
    Augen reduziert, Geruchs-, Geschmacks-, Gehör- und Tastsinn hoch entwickelt.
    Besitzt Elektrorezeptoren die ihm beim Aufspüren von Fischen helfen.
  • Lebensraum und Verbreitung:
    fast in ganz Europa anzutreffen, besonders am Unterlauf großer Flüsse und in Seen mit Schlammgrund;
    am Tag versteckt er sich am Grund in Schlamm und Pflanzenresten;
    warme natürliche Seen und langsam fließende Gewässer mit weichem Boden, die gutes Versteck und ausreichend Nahrung bieten.
  • Fortpflanzung und Vermehrung:
    Welsweibchen laicht im Spätfrühling (Mai – Juni) bei einer Wassertemperatur von 18 ° C in seichten Bereichen oder in Ufernähe ab. Das Männchen spült mit der Schwanzflosse eine Laichgrube aus und bewacht anschließend das "Nest". Nach 2 – 3 Tagen schlüpfen die Jungfische und nach weiteren 2 – 3 Tagen beginnen sie sich zu bewegen.
    Welse sind mit 4 – 5 Jahren geschlechtsreif.
    Bei Nahrungsmangel werden sie zu Kannibalen.
  • Nahrung:
    Jungtiere ernähren sich von Insektenlarven, Würmern, Schnecken, Egel und Krebstieren. Später hauptsächlich von Fischen, aber auch Fröschen, Nagetieren und Wasservögeln.