Wölfin 'Wakanda'

Tierpatenschaft für Wölfin

Viele Jahre lebt diese Wolf-Dame im Tierpark Stadt Haag, bisher leider namenlos.
Herr Christoph Schrenk aus Litschau war es ein großes Anliegen eine Tierpatenschaft mit Namengebung zu übernehmen. Er entschied sich der Timberwolf Hündin den Namen ''Wakanda'' zu geben.
Wakanda kommt aus der Sprache der Sioux-Indianer und bedeutet übersetzt ''Innere magische Kräfte'' beziehungsweise ''besitzt magische Kräfte''.

Am 23. April 2007 fand die offizielle Namengebung der Wölfin im Beisein des Tierpaten, Herrn Christoph Schrenk, seines Bruders und Vertretern des Tierparks statt.

Wölfin 'Wakanda' verstorben

Fast 20 Jahre wurde unsere Wölfin alt.

Auf Einladung des Tierparks fand am 6. Oktober 2007 der „Tag der Tierpaten“ statt. Dabei konnten die Paten ihre Patentiere besuchen und aus unmittelbarer Nähe beobachten.

Auch Herr Christoph Schrenk, er ist seit 23. April 2007 Namenspate von „Wakanda“, besuchte um die Mittagszeit die Wölfin.

Unglaublich, aber wahr:

Möglicherweise spürte die Wölfin die besondere Akzeptanz und Sympathie von ihrem Paten. Sie suchte die Nähe ihres Paten, in einer Art und Weise, wie es noch nie der Fall war. Im Nachhinein gesehen könnte man es fast als ein Abschiednehmen interpretieren. Denn wenige Stunden später, so gegen 15.30 Uhr, verstarb „Wakanda“.

Die Todesursache war eine sogenannte „Magenumdrehung“. Diese Krankheit nimmt bei Hunden und hundeartigen Tieren fast immer einen tödlichen Ausgang. Nur in schnellstens durchgeführten Operationen können die Tiere noch gerettet werden.

Aufgrund des hohen Alters konnte der sofort herbeigerufene Tierarzt Wakanda leider nicht mehr helfen.

Die nachfolgenden Fotos sind die letzten Aufnahmen von Wakanda, die am 6. Oktober 2007, knapp 3 Stunden vor ihrem Tod gemacht wurden.

Letzte Bilder von Wakanda

Nachruf für Wakanda

An ein ganz besonderes Geschöpf

Es ist für mich nicht leicht einen ehrenvollen Nachruf für ein ganz besonderes Wesen zu schreiben, denn Worte gibt es ja Tausende, aber leider nur wenige die ihr auch gerecht werden.

Wo fange ich am Besten an deine einzigartige Geschichte zu erzählen, denn du hattest ja für einen Wolf ein biblisches langes Leben und hast vermutlich viele Höhen und Tiefen in deinem Leben durchgemacht. Wenn du hättest sprechen können, dann hätte ich vermutlich hunderte Seiten von Papier vollschreiben können und du wärst noch immer nicht am Ende gewesen mit deinen Schilderungen aus fast gut 20 Jahren, die du hier auf Erden leben durftest.

Du hast jahrelang ohne einen Namen deinen Weg hier auf Erden beschritten, vermutlich hattest du einen, denn unser Schöpfer hat für jeden einen Namen ausgesucht. Du hattest gewiss auch einen, den wir leider nicht kennen. Du lebtest bis zum Schluss mit 4 weiteren Wölfen in deinem Gehege und warst für diese Jungwölfe eine hervorragende Mutter, denn sie sind ja nun durch dich starke, prachtvolle Tiere geworden.

Im April dieses Jahres kam für dich eine Veränderung, ich trat in dein Leben und brachte dir als Geschenk einen Namen mit, den ich mit Sorgfalt gewählt hatte. Ich beendete deine Namenlosigkeit und gab dir den Namen „WAKANDA“, das von den Sioux Indianern stammte und übersetzt ungefähr bedeutet „ Besitzt magische Kräfte“ oder „Innere magische Kräfte“. Ich wählte ihn mit Bedacht aus, da er dir ja gerecht werden sollte und ich sah, dass er zu dir passte und von nun an hießest du „Wakanda“ für uns Menschen.

Ich denke gerade an den Tag deiner Namensgebungsfeier zurück, an dem ich im Gegensatz zu dir vermutlich ziemlich aufgeregt war, da ich dich zum ersten Mal sah, meine liebe Wakanda. Ich sah ein wundervolles Geschöpf, dem ich einen Namen geben durften. Es gab Sekt, viele Fotos und eine Menge Leute waren auch da, um diesen Moment zu würdigen. Vermutlich hast du den ganzen Rummel um dich nicht verstanden, aber er galt nur dir, denn es war dein großer Tag, wo du die Hauptrolle gespielt hast.

Das schönste Geschenk aber hast du mir gemacht meine Wakanda, denn ich durfte zum ersten Mal in deine herrlichen Augen sehen und wir haben uns lange angesehen, das weiß ich noch. Es war ein wundervoller Moment, der nur uns gehörte und ich versprach dir wiederzukommen, was ich auch machte. Nur konnte ich leider nicht so oft kommen, wie ich wollte und das tut mir jetzt noch weh. Verzeih mir bitte.

Es kam der Tag, den ich am liebsten die nächsten Jahrzehnte hinausgezögert hätte, unser Abschied für immer auf dieser Welt. Du hattest an diesem Tag einen Blick drauf, den ich nie vergessen werde. Es war irgendwie schön dieser Blick, aber auch beängstigend. Stunden später wurde unser Band der Freundschaft zwischen Mensch und Tier durch einen tragischen tödlichen Vorfall zerschnitten und du musstest mich verlassen hier auf Erden. Es war wohl deine Art Abschied zu sagen, als du ganz dicht am Gehege gestanden bist. Deine Nase hast du durch das Gitter gedrückt und wollest zum Ausdruck bringen „streichle mich ein letztes mal mein lieber Freund und Weggefährte im geistigen Sinn“. Ich habe es leider damals nicht so richtig verstanden und es falsch ausgelegt, was du mir sagen willst, aber nun verstehe ich es, denn es war deine Art es auszudrücken. Du musst etwas gespürt haben oder eine Vorahnung gehabt haben oder so.

Meine Tränen fallen in diesem Moment schwer zu Boden, wie Blei wenn ich an dich denke, denn du hinterlässt in meinem Herzen ein großes Loch, das nur schwer auszufüllen wäre. Du warst etwas ganz besonderes für mich. Ich weiß auch bzw. denke ich mir, dass du nicht möchtest, dass ich traurig bin.

Du bist an einen ganz besonderen Ort angelangt, wo du glücklich und frei bist, das fühle ich. Ich versuche meine Tränen zu stoppen, aber es geht nicht so leicht. Die Gewissheit und Hoffnung, dass es dir gut geht, gibt mir ein wenig Trost.

Ich stelle mir gerade vor, wie du als junge Wölfin gemeinsam mit einem neuen Rudel durch die Steppe nach Beute jagst. Du bist glücklich, hast keine Schmerzen oder sonstiges Leid zu ertragen. Du kannst ganz ruhig mit vollem Magen in der Sonne liegen, das du so sehr genossen hast hier auf Erden. Es ist ein besonderer Ort und ich freue mich für dich, dass du endlich dort angekommen bist. Nun endlich kannst Du so sein, wie du bist.

Wir werden uns wieder sehen, das weiß ich auch, denn wenn meine Zeit hier auf Erden zu Ende ist, dann wirst du mich dort begrüßen an deinem neuen Zuhause. Ich kann dir wieder in deine Augen blicken und meine Hand gleitet durch dein Fell. Ich werde auch deine neuen Freunde kennenlernen und ich weiß, dass ich dort nichts zu befürchten habe.

In diesem Sinne möchte ich nun meinen Nachruf an dich liebe Wakanda beenden und dir bis zu unserem Wiedersehen ein einfaches „Lebe wohl“ sagen. Du hast einen besonderen Platz in meinem Herzen, der nur dir alleine gehört und ich danke dir, dass ich dich einzigartiges Wesen kennenlernen durfte.

„Ich vergesse dich nicht – versprochen“.

Dein Pate Christoph