- Verbreitung: Nord- und Südamerika, Eurasien, Nordwest-Afrika
- Lebensraum: Vorwiegend Wälder, aber auch arktische Tundra, Graslandschaften und Bergregionen
- Lebensweise: in Rudeln
- Fell: meist Grau-, Braun-, Rot- und Gelbschattierungen
- Nahrung: Pflanzenfresser, Blattriebe, Gräser, Kräuter, Flechten, Früchte, Pilze, junge Zweige
- Lebenserwartung: etwa 4,5 Jahr in Gefangenschaft bis zu 20 Jahre und mehr
Männliche Hirsche tragen ein Geweih, dass aus einer Knochensubstanz besteht und jährlich im Winter abgeworfen wird. Gesteuert wird dieser Prozess von Sexual- und Wachstumshormonen. Dieses jährliche Geweihwachstum ist einzigartig unter den Wiederkäuern.
Sie nutzen ihr Geweih nicht nur zum Kampf, sondern auch zum Kräftemessen.
Hirsche kommunizieren über Gerüche. Kleinere Arten markieren mit Kot und Harn den Boden und die Vegetation.Rothirsche z.B. imprägnieren ihre langen Körperhaare mit Urin.
Sie sind eine bevorzugte Beute vieler großer Fleischfresser, weshalb sie unterschiedliche Fluchtmechanismen entwickelt haben. So gibt es ''Springer'' die rasch fliehen und sich verstecken oder ''Läufer'' die schnell und ausdauernd laufen.
Cervidae besetzten ökologische Nischen, die durch verheerende Naturkatastrophen wie Überflutungen, Brände und Stürme entstanden sind. Sie konnten von großen Landschaftsveränderungen profitieren.
Damhirsche (Dama dama)
- Verbreitung: Europa, Kleinasien, Iran
- Lebensraum: Wälder und Waldrand, Busch
- Geweih: verzweigt und schaufelartig
- Fell: meist rehbraun, im Sommer mit weißen Flecken auf dem Rücken und Flanken, im Winter graubraun ohne Tupfen; weißer Rumpffleck, schwarz umrandet; Bauch weiß; Färbung ist sehr variabel. Jungtiere gefleckt.
Rehe (Capreolus capreolus)
- Verbreitung: Europa, Kleinasien, Sibirien, Nordasien, Mandschurei, China, Korea
- Lebensraum: Wald, Waldrand, Moore
- Fell: im Sommer fuchsbraun, Gesicht grau, Kinn weiß, schwarzes Band vom Maul bis zu den Nasenlöchern; im Winter gräulich braun; Rumpffleck, Kehle und Hals weiß; Junge gefleckt
Einzigartig unter den Paarhufern findet man beim Reh eine Keimruhe. D.h. die Eier werden während der Brunft im Spätsommer befruchtet, nisten sich aber erst im Jänner ein. Ab da entwickelt sich der Embryo normal weiter, sodass die Jungen im pflanzenreichen Frühjahr geboren werden können.
Rothirsche (Cervus elaphus)
- Verbreitung: Skandinavien, Europa, Nordafrika, Kleinasien, Tibet, Kaschmier, Turkestan, Afganistan
- Lebensraum: Lichtungen, offene Wälder, offene Moorlandschaft in Schottland
- Geweih: verzweigt, variiert je nach Art und Gegend
- Fell: rot, rotbraun oder graubraun im Sommer; im Winter dunkler und gräulicher; Rumpffleck gelblich; oft mit schwarzen Streifen am Schwanz; Jungtiere gefleckt
Der Rothirsch gilt als der König unter den europäischen Hirschen und war als Jagdwild sehr geschätzt. In China werden sie in eigenen Farmen gezüchtet, da ihr Bastgeweih als Heilmittel begehrt ist. Die Farmen stellen aber eine Gefahr für die Wildbestände dar, da entlaufene Tiere Krankheiten übertragen.
Sikahirsche (Cervus nippon)
- Verbreitung: Japan, Vietnam, Formosa, Mandschurei, Korea, Nord- und Südostchina
- Lebensraum: Wald
- Geweih: obere Enden meist schaufelförmig verbreitet
- Fell: im Sommer kastanien- bis gelblich braun mit weißen Flecken an dem Seiten; weißer, schwarz umrandeter Schwanzfleck; im Winter graubraun, Flecken unauffällig
Von den 13 Unterarten sind 5 vom Aussterben bedroht und 2 stark gefährdet.




