Enten

Brautente (Aix sponsa)

  • Gattung: Schwimmenten
  • Lebensraum: Seen, Flüsse, Wald
  • Lebensweise: in kleinen Trupps; Nester in Baumhöhlen
  • Vorkommen: Nordamerika
  • Ernährung: Pflanzenteile, Samen

Der Erpel (Männchen) ist sehr bunt gefärbt, hat rote Augen, einen Schopf und eine dunkelbraune Brust. Er unterscheidet sich deutlich vom eher eintönigen, grau-braunen Weibchen. Im Prachtkleid zeigt sich der Erpel ebenso farbenfroh wie derjenige der Mandarinente.

Mandarinente (Aix galericulata)

  • Gattung: Schwimmenten
  • Lebensweise: paarweise oder in kleinen Trupps
  • Lebensraum: Waldseen und Flüsse mit dichtbewaldeten Ufern
  • Verbreitung: Ostasien und Nordamerika, als Parkvogel in Westeuropa
  • Ernährung: Wasserpflanzen, Wasserinsekten, Samen, kleine Fische, Würmer, Nüsse

Mandarinenten sind nicht kälteempfindlich. Da sie überdies eine sehr große Ortstreue besitzen, können sie in Mitteleuropa freilebend gehalten werden. Der Erpel hat ein äußerst farbenprächtiges Federkleid und eine große in den Nacken hängende Haube.
Diese Männchen haben das prächtigste Gefieder von allen Entenvögeln.

Moschusente (Cairina Moschata)

  • Gattung: Wald- oder Glanzente
  • Vorkommen: von Mexiko bis Paraguay
  • Lebensweise: keine feste Paarbindung
  • Lebensraum: lieben bewaldete Gebiete, nisten in Baumhöhlen
  • Ernährung: Allesfresser

Die Moschusente ist die Stammform der Haus-Moschusente, die schon lange vor der Entdeckung Amerikas die südamerikanischen Indianer zum Haustier gemacht haben. Mit den Spaniern kam diese Ente nach Europa. Heute gehört sie zu den am meist verbreitetsten Enten auf Geflügelhöfen außerhalb Europas, da diese Enten sehr genügsam sind, mehrmals jährlich brüten und sich sehr sorgsam um den Nachwuchs kümmern. Mit Hausenten gekreuzt liefern Moschusenten unfruchtbare Mischlinge.
Von ihr stammt die sogenannte Türkische Ente (Türkenente), eine zahme, plumpe Hausente, ab. Der Name Türkische Ente oder Welsche Ente geht auf ein Mißverständnis zurück. Das Wort ''welsch'' bedeutete im Althochdeutschen lediglich fremd oder ausländisch. Nach den Türkenkriegen im 16. Jahrhundert verschmolz der Begriff welsch jedoch mehr und mehr mit dem Wort türkisch. Beide wurden als Synonyme gebraucht, da die Türken eben damals den einheimischen so welsch (fremd) vorkamen. Der Name Türkenente bedeutet als nicht, dass die Ente aus der Türkei eingeführt wurde, sondern lediglich, dass es sich um eine fremdländische Ente handelt.

Die wilde Moschusente trägt ein schwarzes Gefieder mit stark metallisch grüner Färbung und hat weiße Oberarmdecken.

Stockente (Anas platyrhynchos)

  • Gattung: Eigentliche Enten – Schwimmenten
  • Heimat: Auf der ganzen nördlichen Erdhälfte
  • Lebensraum: Seen, Flüsse und Teiche
  • Nahrung: überwiegend vegetarisch, Blätter, Körner, Samen, gelegentlich aber auch Würmer, Schnecken, Kaulquappen und kleine Frösche

Beinahe von allen gezüchteten Rassen von Hausenten ist die Stockente die Stammform und daher von allen Entenarten mit Abstand die häufigste. Es sind 6 Unterarten der Stockente bekannt.
Die Männchen sind besonders schön gezeichnet.
Stockenten sind anspruchslos und anpassungsfähig.
Sie bebrüten im zeitigen Frühjahr bis zu 12 grüngraue Eier, denen nach 28 Tagen schwarz-braune Dunenjunge entschlüpfen. Sie haben ein gelbliches Gesicht und eine gelbliche Unterseite.

Stockenten wurden schon im Altertum domestiziert.