Kamele und Lamas (Camelidae)

Sie zählen zu den ältesten Paarhufern und ernähren sich von jungen Sprösslingen, Kräutern und Gräsern.
Kamele findet man in den Wüsten Afrikas und Asiens, während Lamas die Hochebenen Südamerikas besiedeln.

Sie haben sich an das Leben in Wüsten und ähnlichen Gebieten angepasst und leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Entwicklung und zum Überleben der Menschen dort. Camelidae sind robuste Lasttiere und Lieferanten für Wolle, Fell, Milch, Fleisch und Brennstoff.

Kamele unterscheiden sich von den anderen Paarhufern dadurch, dass sie nur mit den Sohlenflächen der Zehen auftreten. Weitere typische Merkmale sind die gespaltene Oberlippe, der lange, geschwungene Hals und das fehlen der Spannhaut zwischen Bauch und Oberschenkel.
Als einzige Säugetiere haben sie ovale Blutkörperchen und pro Kieferhälfte nur einen oberen Schneidezahn.

Guanako (Lama guanicoe)

Guanako © Tierpark Haag
  • Verbreitung: Andenausläufer in Peru, Chile, Argentinien und Patagonien
  • Lebensraum: Wüstengrasland, Savanne, Buschland und Wälder bis in 4200 m Höhe
  • Fell: einheitlich zimtbraun, Unterseite weiß, Kopf grau bis schwarz Guanakos sind wildlebende Tiere.

Trampeltier (Camelus feras bactrianus)

Trampeltier © Tierpark Haag
  • Heimat: China, Wüste Gobi in der Mongolei
  • Lebensraum: Steppe, Halbwüste
  • Lebensweise: Tiere leben in Gruppen.
  • Nahrung: Pflanzenfresser

Das Trampeltier wird auch als 2-höckriges oder Baktrisches Kamel bezeichnet. Zu erkennen sind sie an ihren 2 Höckern. Ausgewachsene Trampeltiere werden bis zu 3 Meter lang, haben eine Schulterhöhe bis 230 Zentimeter und ein Gewicht von etwa 500 Kilogramm.

Das Trampeltier dient den Menschen in weiten Teilen Asiens als Last- und Nutztier, vermutlich schon 2500 Jahr vor Christus. Sie sind an trockene Lebensräume angepasst. Im Winter halten sie sich entlang von Flüssen auf, im Sommer in Trockensteppen und Halbwüsten. Trampeltiere können mehrere Tage ohne Wasser auskommen. Bei Bedarf trinken sie mehr als 100 Liter in nur wenigen Minuten.

Wildlebende Trampeltiere sind stark gefährdet! Laut Schätzung der IUCN gab es im Jahr 2003 nur noch rund 950 wildlebende Trampeltiere.